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Eilmeldung: NSA hat PGP-Algorithmus gebrochen

erschienen in der Kategorie Alltag, am 01.04.2014
Schnatterente
Diese Meldung ist für viele Datenschützer und Kryptografen ein handfester Skandal. Heute erschienenen Berichten der Washington Post zufolge ist es der NSA gelungen, den weitverbreiteten Verschlüsselungsalgorithmus PGP auszuhebeln.

Millionen Menschen weltweit benutzen das asymmetrische Verschlüsselungsverfahren PGP um ihre persönlichen Daten, aber vor allem auch ihre E-Mails vor Fremdzugriffen zu schützen.

Der Washington Post liegen zwei interne Dokumente der NSA vom Januar 2013 vor, aus welchen hervorgeht, dass es gelungen ist, den RSA-Algorithmus universell zu brechen. Geleakt wurden die Schriftstücke vom Whistleblower Edward Snowden. Die Zeitung hat die Informationen also bereits seit Mitte letzten Jahres, jedoch sei man aufgrund der großen Menge an Dokumenten erst jetzt auf dieses brisante Thema aufmerksam geworden.

Laut den bisher bekannt gewordenen, noch recht schwammigen Informationen, haben es die Krypto-Experten der NSA wohl geschafft, ein Vorgehen zu entwickeln, mit dem man sehr große Zahlen effizient faktorisieren kann. Sollte die Meldung der Wahrheit entsprechen, bringt das besagte Verfahren die NSA vermutlich in die komfortable Lage, noch viele weitere (vorwiegend asymmetrische) Kryptosysteme angreifen zu können. Betroffen wären alle Verschlüsselungssysteme, deren Sicherheit auf dem sogenannten "Faktorisierungsproblem" beruht.

Da in der Vergangenheit bereits bekannt wurde, dass die NSA verschlüsselte Nachrichten weit länger aufhebt als unverschlüsselte, ist nicht auszuschließen, dass es dem Geheimdienst nun gelingt, unzählige abgefangene E-Mails nachträglich zu entschlüsseln.

Geschnatter

8 Kommentare, selbst mitschnattern << < Seite 2/2 > >>
Karl, am 07.04.2014 um 15:12 Uhr
Jetzt hat er's rausgenommen. :D