Gefällt dir dieser Artikel?

Fake Accounts in sozialen Netzwerken erkennen

erschienen in der Kategorie Alltag, am 24.05.2013
Schnatterente
Gerade kam hier per E-Mail eine interessante Frage an: Wie erkennt man Fake Profile in sozialen Netzwerken?

Fake Accounts bei Facebook, Google Plus, MySpace, Wer kennt wen, Jappy und Co zu erkennen, ist in der Regel gar nicht so schwer, man muss nur wissen, worauf man achten muss.

Eine Studie der IT-Sicherheitsfirma Barracuda Networks aus dem Jahr 2012 zeigt, dass 97% aller Fakeprofile weiblich sind. Männliche Fakeaccounts sind also äußerst selten. Außerdem ist auffällig, dass zwei Drittel dieser nicht wirklich existierenden Frauen angeben, sowohl an Männern als auch an Frauen interessiert zu sein. Unter den echten Accounts geben nur 6% der Frauen an bisexuell zu sein. Oft haben Fakeaccounts auch überdurchschnittlich viele Freunde.

Wer also von einer gut aussehenden, jungen Frau mit vielen Freunden und bisexuellen Neigungen angesprochen wird, hat schon mal einen Grund, um skeptisch zu sein.

Fake Accounts mit der Google Bildersuche entlarven

Das auffälligste Merkmal eines Fakeaccounts ist aber zumeist das verwendete Foto. Oft verwenden die Ersteller der Fake-Profile Bilder, die sie irgendwo im Internet finden. Dies kann man sich zunutze machen, denn was viele Leute noch nicht kennen: Es gibt im Internet auch einige Seiten, die eine Rückwärtssuche für Bilder anbieten. Beispielsweise TinEye.com und die Google Bildersuche.

Um herauszufinden, woher ein Profilbild stammt, kann man es also speichern und z. B. Google damit füttern. Daraufhin spuckt die Suchmaschine alle Seiten aus, auf denen das Bild oder ähnliche Bilder eingebunden wurden. Bei halbwegs prominenten Persönlichkeiten liefert Google auch den echten Namen der Person. Kleine Manipulationen am Bild (z. B. Wasserzeichen) ignoriert Google dabei gekonnt, was die Trefferquote zusätzlich erhöht.

Um bei Google eine Rückwärtssuche für Bilder durchzuführen, muss man die Suchseite für Bilder öffnen und den kleinen Fotoapparat am Ende der Eingabeleiste für den Suchbegriff anklicken. Man wird dann dazu aufgefordert, das Suchbild hochzuladen oder die URL der Grafik anzugeben. In den meisten Fällen lässt sich der Fakeaccount auf diesem Weg entlarven.

Beweise fordern

Wenn alle Stränge reißen, kann man natürlich sein Gegenüber auch dazu auffordern Beweise zu liefern, die seine Echtheit bestätigen. Hinter den meisten weiblichen Fakeprofilen stecken Männer und so ist es eine gute Idee, sie zu einem Telefonat aufzufordern. Dies werden die meisten Fakeaccounts mit fadenscheinigen Begründungen unterbinden. Auch Videochats eignen sich gut, um Bedenken aus dem Weg zu räumen. Oder man bittet den Chatpartner darum, ein Foto zu machen, auf dem er mit einem Zettel zu sehen ist, auf dem der eigene Name steht. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt und man sollte, auch wenn man die rosarote Brille schon auf hat, stets darüber nachdenken, wie wahrscheinlich es denn ist, dass im 21. Jahrhundert jemand kein Telefon, keine Webcam und keinen Fotoapparat besitzt. ;-)

Tschüss, Fakeaccount ... und bis bald!

Hat man einen Fakeaccount gefunden, empfiehlt es sich, diesen bei einem Admin zu verpetzen, damit er nicht noch andere Leute hinter's Licht führt. Natürlich wird sich der Accounteigentümer dann wieder einen neuen Fakeaccount anlegen, der früher oder später wieder von einem Nutzer gemeldet wird. Dieses Spiel geht dann so lange, bis der Ersteller es satt hat.

Da sich solche Personen also immer wieder neu registrieren müssen, empfiehlt es sich auch skeptisch gegenüber Personen zu sein, die dem sozialen Netzwerk erst kürzlich beigetreten sind.

Holger, ich wünsch dir, dass sie echt ist!

Geschnatter

17 Kommentare, selbst mitschnattern << < Seite 3/3 > >>
Oskar, am 30.08.2016 um 08:11 Uhr
"Auch Videochats eignen sich gut, um Bedenken aus dem Weg zu räumen. "

Das stimmt nur bedingt. Professionelle Betrüger (Scammer) benutzten fake-webcam-programme, in denen kurze Sequenzen von vorher schon abgespeicherten Videos laufen, statt das echte webcam-Bild zu zeigen. Diese Videochats laufen meist nur ein paar Sekunden und brechen dann plötzlich ab ("die internetverbindung ist sehr schlecht") und zeigen oft sehr attraktive Frauen oder Männer.

Der Videochat ist also nur ein Beweis daß man mit einer realen Person chattet, wenn man dort tatsächlich mit jemanden spricht, er/sie antwortet und auf eigene Aktionen reagiert. Aber auch dann ist es keine Garantie daß der Gegenüber es ehrlich meint (willkommen im realen Leben).

"Natürlich wird sich der Accounteigentümer dann wieder einen neuen Fakeaccount anlegen, der früher oder später wieder von einem Nutzer gemeldet wird. Dieses Spiel geht dann so lange, bis der Ersteller es satt hat."
Das stimmt nur bei Amateuren, die sich eben einen Spaß daraus machen andere zu foppen. Bei professionellen Betrügern ist das aussichtslos. Sie werden immer wieder neue Fake-Accounts erstellen um Menschen mit erfundenen Geschichten das Geld aus der Tasche zu ziehen. Das ist ihr Lebensunterhalt, und man findet Informationen im Internet unter den Stichwort "Scammer" bzw "Romance-Scamming", auch bei wikipedia und bei http://www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/betrug/scamming/rat-und-hilfe.html
Johann Peter Dux, am 30.09.2016 um 13:51 Uhr
Das mit der rückwärtssuche funktioniert leider nicht immer, dies wenn dieses Bild eben nich im Netz ist, abhilfe schaffen kann dann weitere photos zu verlangen, hat bei mir geklappt auf diese weise.
Achtung selbst Beweise mit Zettel sind keine Garantie, habe im Verlauf der letuen Monate vieles gesehen von faschen Dokumenten aller Art über bearbeitete Photos via photoshop
Grundsätzlich, hübsche Frauen mit eben erst erstellten Accounts ohne Chronikinhalte: Finger weg!!!
Johann Peter Dux, am 30.09.2016 um 13:59 Uhr
Ramona sende mir Angaben zum Profi (nicht deines) des möglichen scammers mit Photos, dann kann ich dir helfen und dies überprüfen
Dass heisst am besten das FB Profil desjenigen