Fotografie: Digital wird Analog

erschienen in der Kategorie Alltag, am 13.03.2013
Schnatterente
Dieser Blog handelt ja vorwiegend von Themen der digitalen Welt. So selbstverständlich wie es für mich ist über all diese Dinge zu schreiben, weil sie mich seit jeher faszinieren, so absonderlich erscheint das sicher manch anderem. Und in der Tat sollte man nicht vergessen, dass manches in analog und zum Anfassen irgendwie schöner ist, als es nur auf dem Monitor zu betrachten. Fotos sind eine solche Sache.

Das Zeitalter der Digitalfotografie hat dazu geführt, dass wir Bilder nicht mehr richtig zu schätzen wissen. Wir fotografieren hier und da mal schnell etwas, und wenn es nichts geworden ist, wird es halt gelöscht. Ja, das ist ein schöner Luxus. Doch es führt auch dazu, dass wir Tausende von Fotos auf unseren Festplatten horten, die wir uns wahrscheinlich nie mehr anschauen.

Bei Familienfeiern überreden wir (meine Geschwister und ich) ab und an unsere Großeltern, den Diaprojektor rauszuholen und die alten Aufnahmen auf eine ebenso alte Leinwand zu projizieren. Die Bilder sind unscharf, fleckig und das Farbspektrum beschränkt sich wohl auf einige wenige Farben und einen Haufen Brauntöne. Dennoch hat das Anschauen dieser alten Fotos viel mehr Flair, als vorm Computer zu hocken und 10.000 Bilder lieblos weiterzuklicken. Ausgedruckte Fotos, fein säuberlich in Alben sortiert, erscheinen einem zwar auch etwas "old school", aber ich glaube man nimmt sie eher mal in die Hand und schaut sie sich wieder an, als die vielen, vielen Aufnahmen, die so auf der Festplatte vor sich hingammeln.

Wir haben so tolle Kameras, Objektive, Filter und vieles mehr. Die Technik hat sich rasant entwickelt - und was machen wir daraus? Wir geben viel Geld für Elektronik aus, aber aus den Bildern, die wir so machen, wird am Ende nicht viel.

Dabei ist es heutzutage doch so leicht und preiswert möglich, Analog und Digital zusammenzubringen. Man muss keinen Film mehr in die Drogerie bringen und dann wochenlang darauf warten, zu erfahren, ob die Bilder etwas geworden sind oder nicht. Es gibt unzählige Internet-Foto-Dienste, die man mit Digitalfotos füttern kann und die einem für wenig Geld tolle Sachen liefern, von herkömmlichen Fotos über Poster und Tassen bis hin zu Bettwäsche. Man muss auch keine Bilder mehr sortieren und in Fotoalben einkleben, man kann sich einfach online ein Fotobuch erstellen und sich an diesem erfreuen.

Leute, hört endlich auf euch für teures Geld Kameras zu kaufen und die Bilder anschließend mit Füßen zu treten! :)

Geschnatter

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