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Ministerium verschrottet 170 PCs wegen Virenbefall

erschienen in der Kategorie Alltag, am 02.05.2013
Schnatterente
Was macht man mit einem Auto, wenn die Öl-Warnleuchte angeht? Ganz klar, ab auf den Müll mit der Karre und dann schleunigst ein Neues kaufen!

Gut, das ist vielleicht ein bisschen überspitzt, aber vom Prinzip her das Gleiche. Das Schweriner Bildungsministerium hat, wegen Virenbefall, 170 Computer verschrottet und durch neue Geräte ersetzt. Die auf dem Müll gelandeten Rechner waren teils auch noch nagelneu.

An den Bildungsstätten des Lehrerfortbildungsinstituts IQMV in Greifswald, Schwerin und Rostock hatte man sich den Conficker-Virus eingefangen und war scheinbar nicht in der Lage ihn wieder loszuwerden. Also investierte man mal eben 187.300 Euro Steuergelder in die Entsorgung der alten und den Kauf sowie die Einrichtung der neuen Rechner. Der Landesrechnungshof Mecklenburg-Vorpommern kritisiert den Neukauf der Computer in einem aktuellen Bericht. Demnach sei nicht erkennbar gewesen, dass sich das Bildungsministerium ernsthaft mit einer anderen Problemlösung beschäftigt habe.

Im Internet findet man seit dem Jahr 2009 viele verschiedene Freeware-Programme, die in der Lage sind den Conficker-Virus zu entfernen.

Tja, von so einem verantwortungsbewussten Umgang mit Steuergeldern, kann man als Bürger dieses Landes nur lernen. Merkt euch die oben genannten Lektionen! Hat meinen einen Virus auf dem Rechner, gehört er auf den Müll. Und wenn ihr an eurem Auto mal einen Steinschlag feststellt, geht um Himmels Willen nicht zu Carglass, der Neukauf eines Porsche ist viel stressfreier und vermutlich auch ökologisch sinnvoller?!

Geschnatter

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