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Tschüss, SchülerVZ!

erschienen in der Kategorie Alltag, am 09.04.2013
Schnatterente
Ich erinnere mich noch gut an die Zeit, als die sozialen Online-Netzwerke in Deutschland Fuß fassten. Allen voran war da StudiVZ. Eine Zeit lang hatte man den Eindruck, dass fast jeder Student und Kommilitone da angemeldet ist.

Da StudiVZ so erfolgreich lief, entschied man sich auch noch ein Portal für jüngere User anzubieten. Es entstand das SchülerVZ. Neben Schueler.cc war auch diese Plattform recht erfolgreich.

Dann las ich irgendwann im Heise Newsticker, dass Facebook den Plan fasste, den europäischen Markt zu erobern. Damals schmunzelten die Meisten darüber. Man hatte ja StudiVZ und außerdem war Facebook doof und unübersichtlich.

Wir wissen alle, wie es sich weiter entwickelt hat. Facebook nutzte sein gewaltiges Kapital und den Vorteil, dass es eine weltweit wachsende Community ist, aus und machte die deutschen Konkurrenten weitestgehend platt. Seitdem vegetieren viele dieser einst so erfolgreichen Social Networks nur noch vor sich hin.

Ich habe bei StudiVZ noch 132 Freunde. Allerdings logge ich mich dort nur noch einmal im halben Jahr ein und ich würde sagen, dass es die 132 Accountinhaber genauso machen. Wir sind Account-Leichen.

Die letzte sinnvolle Nachricht, die mir über das Portal geschickt wurde, ist vom 4. November 2011. Danach kamen nur noch Texte à la "Ich melde mich demnächst bei StudiVZ ab. Für alle, die mit mir Kontakt halten wollen, hier mein Facebooklink und meine Handynummer...".

Aus der Traum, mit den deutschen sozialen Netzwerken. Ende April schließt der neue VZ-Eigentümer Vert Capital das SchülerVZ. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis es auch den großen Bruder, das StudiVZ, dahinrafft.

Das Monopol hat gewonnen. Mal wieder.

Geschnatter

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