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Angela Merkel: Ja, über PRISM wusste ich Bescheid

erschienen in der Kategorie Satire, am 30.07.2013
Schnatterente
Damit hätte wohl kaum noch jemand gerechnet. Bundeskanzlerin Angela Merkel vollzieht eine 180-Grad-Wende und bekennt sich zu ihrem Wissen über das US-Spähprogramm PRISM.

Im Interview mit Schnatterente.net gab sich Angela Merkel auf einmal erstaunlich offen. So bestätigte die Kanzlerin:

"Ja, über PRISM wusste ich schon lange Bescheid. Und nicht nur ich, auch meine Fraktionskollegen und weite Teil der Opposition."

Auf die Frage hin, woher die plötzliche Offenheit käme, erklärte uns die Kanzlerin, dass es natürlich immer kritisch sei, so etwas zuzugeben. Immerhin sei ja gerade Wahlkampf angesagt und außerdem habe sie einen Eid darauf geschworen, Schaden vom deutschen Volke abzuwenden. Doch letzten Endes sei inzwischen ja ohnehin fast der ganzen Bevölkerung klar, was da gelaufen ist, und dass man sich hier und da nicht so ganz gesetzeskonform verhalten habe.

Aus diesen Gründen tritt die Kanzlerin nun die Flucht nach vorn an. Sie will retten, was zu retten ist:

"Es geht darum Sympathien zurückzugewinnen und den Bürgerinnen und Bürgern aufzuzeigen, dass Politik auch ehrlich sein kann, gnadenlos ehrlich! Damit heben wir uns auch von den leeren Versprechungen der Opposition ab. Nur wer absolut ehrlich ist, wird wieder gewählt werden. Nach dem Ende der Sommerpause werden wir auch unser Wahlprogramm komplett überarbeiten. Es wird drin stehen, dass sich im Großen und Ganzen zukünftig nichts ändern wird und dass wir einfach so weitermachen werden wie bisher. Das ist zwar nicht besonders innovativ, aber grundsolide und ehrlich."

Kurz bevor Angela Merkel das Interview mit dem Verweis darauf, dass sie jetzt mal dringend aufs Klo müsste, beendete (auch das ist vollkommene Ehrlichkeit), ergänzte sie bezüglich PRISM:

"Wer glaubt, dass sich jetzt in Sachen Überwachung irgendetwas ändert, muss schon ziemlich naiv sein. Ich musste ja eher schmunzeln, als ich in der Zeitung die Fotos von den Leuten sah, die gegen die Überwachung demonstrierten. Als würde es unsere amerikanischen Freunde interessieren, ob hier jemand auf die Straße geht. Aber soll'n sie mal machen."

Ja, die neue Frau Merkel ist tatsächlich gnadenlos ehrlich - ein interessantes, wenn auch gewöhnungsbedürftiges Konzept.

In der Hoffnung darauf, dass es ihr nun viele Deutsche gleich tun, hat sich Angela Merkel im Hinblick auf die anstehende Bundestagswahl selbst ihr volles Vertrauen ausgesprochen.

Geschnatter

1 Kommentar, selbst mitschnattern << < Seite 1/1 > >>
Anonym, am 31.07.2013 um 22:57 Uhr
:D Das wär so schön wenns wahr wäre...