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Eilmeldung: EGMR verbietet Lachen

erschienen in der Kategorie Satire, am 16.05.2013
Schnatterente
Als Beate Zschäpes Anwälte beim NSU Prozess den Antrag stellten, dass im Saal nicht gelacht werden dürfe, sorgte dies - ausgerechnet - für Gelächter. Der vorsitzende Richter Manfred Götzl nahm den Antrag nicht ernst. Deswegen klagten die Anwälte in Form eines Eilantrages vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR).

Dieser Antrag wurde nun im Schnellverfahren bewilligt. Die Richter des EGMR sehen die Persönlichkeitsrechte der drei Pflichtverteidiger verletzt. Es sei nicht in Ordnung, dass man sie einfach so auslache, argumentierten die Richter. Des Weiteren gefährde das Gelächter Frau Zschäpes Recht auf einen fairen Prozess (Art. 6 EMRK).

Die Straßburger Richter stellten auch klar, dass es sich hierbei um ein generelles Lachverbot handelt, welches nicht nur den NSU Prozess und den Gerichtssaal des Oberlandesgerichts München betreffe. Kein Bürger eines Landes, welches die Europäische Menschenrechtskonvention unterzeichnet hat, darf einfach so Lachen. Die Konvention sieht im Übrigen auch kein Grundrecht auf Belustigung vor. Im Gegenteil: Eigentlich ist das Lachen schon seit den Terroranschlägen vom 11. September 2001 verboten, als offiziell "das Ende der Spaßgesellschaft" verkündet wurde.

Die Satire Magazine Titanic, BILD und Brigitte haben angekündigt, rechtlich gegen die Entscheidung vorgehen zu wollen.

Geschnatter

1 Kommentar, selbst mitschnattern << < Seite 1/1 > >>
miau, am 12.07.2013 um 09:53 Uhr
Hahaha....

...äh....'tschudigung.