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Kann man mit großen Brüsten einen Menschen umbringen?

erschienen in der Kategorie Satire, am 29.11.2012
Schnatterente
In dem Video mit den lustigsten und dämlichsten Todesarten wurde eine interessante Möglichkeit des Ablebens nicht berücksichtigt: das Ersticken an Brüsten. RTL sei Dank, können wir dies nun aber nachholen!

"Kann man mit zwei großen Brüsten einen Menschen ersticken? Diese Frage haben wir uns um ehrlich zu sein noch nie gestellt." Mit diesen Worten leitete der "Explosiv" Moderator ein Thema ein, dass RTL vor wenigen Tagen um 18:19 Uhr, also zu einer Zeit, zu der sicher auch viele Kinder Herr über die heimische Fernbedienung sind, ausstrahlte. Natürlich hat RTL in dem Beitrag (siehe Video) auch getestet, inwieweit Brüste zur tödlichen Waffe werden können.

Leider waren sowohl Peter Klöppel als auch Jenke von Wilmsdorff und Peter Zwegat zum Versuchszeitpunkt verhindert und so musste ein Stammbesucher des Bordells, in dem diese Studie durchgeführt wurde, sprichwörtlich seinen Kopf für die "Wissenschaft" hinhalten.


(Falls das Video nicht abspielt und in der Mitte ein Text erscheint, klickt ihn an, um zu bestätigen, dass ihr über 18 seid.)

Dass sich RTL diese Frage noch nie gestellt hat, glaube ich übrigens nicht, immerhin liegt das Thema doch im Bereich der Kernkompetenz des Senders. Es ist aber sehr lobenswert, dass man die eigene journalistische Verpflichtung so ernst nimmt und gleich eine hoch wissenschaftliche Studie darüber betreibt, wie dick die Titten denn nun sein müssen, damit man an ihnen erstickt.

Kritik an der Studie

Leider muss ich die Studie aber aus akademischer Sicht kritisieren, auch wenn sich bei RTL, trotz Hormonüberschuss, alle richtig viel Mühe gegeben haben.

Der Versuchsaufbau weist aus meiner Sicht schwere Mängel auf, die unweigerlich zu Messfehlern führen mussten. Die ersten beiden Probandinnen haben alles richtig gemacht. Leider war Probandin Nummer 3 aufgrund von Abnutzungserscheinungen nicht mehr in perfektem Zustand. Ihr Bindegewebe wies bereits Verschleißerscheinungen auf, was dazu führte, dass ihre Testobjekte am Kopf vorbeirutschten. Die sekundären Geschlechtsmerkmale der Körbchengröße D lagen nicht auf dem Gesicht des männlichen Studienteilnehmers, sondern hingen neben seinem Kopf herunter. Stattdessen drückte sie mit ihrem Brustkorb auf sein Gesicht.

Die Autoren der Studie zeigten einen signifikanten Zusammenhang zwischen der Objektgröße, gemessen in Körbchen und der Erstickungsgefahr auf. Dieser ist aus meiner Sicht aber nicht gegeben, da die genannten Fehler im Versuchsaufbau zu falschen Messergebnissen führten und die scheinbar vorliegende Korrelation somit nicht eindeutig nachgewiesen werden konnte.

Der Versuch sollte mit einer größeren Anzahl an Studienteilnehmern durchgeführt werden. Auch wäre eine Begleitstudie wünschenswert, die infrage stellt, ob man Menschen nicht doch besser mit seinem Brustkorb, als mit Brüsten umbringen kann. Somit würden im Falle einer Tatausführung auch schlanke männliche Täter infrage kommen.

Zum Schluss noch eine Warnung: Wie bei allen umstrittenen, wissenschaftlichen Themen ist auch hier Vorsicht geboten. Die Erstickungsgefahr durch Brüste konnte zwar in diesem Experiment nicht eindeutig nachgewiesen werden, dies heißt aber nicht, dass keine Gefahr besteht. Seid vorsichtig im Umgang mit Brüsten!

Geschnatter

8 Kommentare, selbst mitschnattern << < Seite 2/2 > >>
Werner Wipfel, am 12.06.2013 um 19:01 Uhr
Also ist das Resümee je fetter die Tit.ten desto schmaler ist die Atmung-habe ich das jetzt richtig verstanden?