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REWE-Mitarbeiter traurig über genervte Kunden an der Kasse

erschienen in der Kategorie Satire, am 10.04.2014
Schnatterente
Sebastian B. arbeitet schon seit zehn Jahren bei der Supermarktkette REWE. Immer war er mit seinem Beruf zufrieden, doch seit einigen Wochen macht ihn sein Job sehr traurig. Er ärgert sich über undankbare und unfreundliche Kunden.

B. ist Kassierer in einem stark frequentierten Supermarkt in einer deutschen Großstadt. Dass im Laden viel Trubel herrscht und oft alles sehr schnell gehen muss, macht dem 42-Jährigen nichts aus. Doch in letzter Zeit hat sich etwas verändert. Viele Kunden reagieren an der Kasse genervt auf den engagierten Mitarbeiter, der jeden freundlich begrüßt, sich kurz die Wagennummer abschaut, nachfragt, ob alles in Ordnung war und natürlich ob man Treuepunkte haben möchte oder noch einen Pfandbon einzulösen hat, ob man vielleicht noch Geld abheben will und nicht zu vergessen: ob man eine Payback-Karte hat und - falls nicht - ob man nicht gern eine hätte, man könne die Punkte für den Einkauf dann auch noch nachträglich einlösen.

"Viele Kunden waren früher schon etwas mürrisch, aber seit Kurzem ist es viel schlimmer geworden. Letztens schnauzte mich ein Geschäftsmann an, er habe schon 15 Minuten in der verdammten Schlange gestanden und er habe keine versch***ssene Payback-Karte, wolle keine verf***kten Treuepunkte, kein WMF-Geschirr und schon gar kein Geld ausgezahlt haben, und wenn ich ihn noch einmal danach fragen würde, setzt es was." berichtet uns der sichtlich geknickte Verkäufer.

"Ich weiß einfach nicht, woher diese plötzlichen Anfeindungen kommen. Ich achte jetzt besonders darauf, dass meine Dienstkleidung gut sitzt, dass die Frisur in Ordnung ist und dass ich Mundwasser benutze, bevor ich morgens meine Wohnung verlasse."

All diese Bestrebungen haben bisher leider keine Wirkung gezeigt, was Sebastian B. dazu bringt, das Geschäftskonzept seines Arbeitgebers weiter zu überdenken: "Es muss ja an irgendetwas liegen, das auf einmal so viele an der Kasse genervt sind. Vielleicht wären die Leute freundlicher, wenn wir da mehr direkten Service anbieten würden. Wir könnten vielleicht Lotto-Scheine an der Kasse verkaufen, dem Kunden beim Einpacken der Waren helfen oder auch die Pfandflaschen persönlich entgegennehmen."

Ja, vielleicht würde das helfen.

Geschnatter

13 Kommentare, selbst mitschnattern << < Seite 1/2 > >>
Anita, am 10.04.2014 um 09:07 Uhr
Vor mir hat mal einer in der Schlange beim dm gesagt: "Ich pay dir gleich was back."
Supertyp, am 10.04.2014 um 12:11 Uhr
Was ist an Payback bitte so schlimm? Viele Leute freun sich einfach das sie sich nebenbei ein paar Punkte erarbeiten können.
Ralf Hahn, am 10.04.2014 um 13:01 Uhr
"Supertyp", Payback verkauft deine Adressdaten an Werbefirmen und sammelt zu Marktforschungszwecken Informationen darüber, was du wann, wo kaufst. Wenn du das ein paar Jahre lang machst, weiß Payback sehr viel über dich und verdient gutes Geld damit diese Informationen zu verkaufen. Der Verein ist böse ausgedrückt so eine Art Datenmafia. Die mit Payback erreichbaren Rabatte liegen bei nicht mal 1% des gekauften Warenwertes. Das alles wird den Kunden aber nicht erzählt. Denen sagt man nur, dass sie Geld sparen können und sich tolle Geschenke erarbeiten können.
Anonym, am 10.04.2014 um 17:20 Uhr
Supertyp (was ein bescheuerter Nick) - es geht hier nicht darum ob Payback gut oder schlecht ist, sondern darum, dass es viele Leute (mich eingeschlossen) tierischst nervt dauernd nach dieser dämlichen Karte gefragt zu werden.
Alex, am 19.04.2014 um 08:23 Uhr
Die Mitarbeiter sind nunmal dazu angehalten, danach zu fragen. Wer keine hat und auch keine möchte, kann auch einfach "Nein danke" sagen. Höflichkeit tut auch nicht weh ;-)

Frohe Ostern!
Amaya, am 21.04.2014 um 15:10 Uhr
Ein Südländer legte neulich ein Päckchen "30 Kondome XXXL" auf das Band, nichts anderes. Die Kassiererin hat daraufhin ihren Payback-Spruch nicht gesagt.
Anonym, am 21.04.2014 um 19:58 Uhr
Irgendwie versteh ich den Gag noch nicht so ganz, Amaya.