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MSN: Microsoft schafft den Messenger ab

erschienen in der Kategorie Software, am 07.11.2012
Schnatterente
Microsoft wird im ersten Quartal des nächsten Jahres seinen Messenger Dienst "Windows Live Messenger", vielen unter dem Kürzel MSN (oder auch Hotmail) bekannt, einstellen.

Dies erklärte Tony Bates, der Präsident von Microsofts Skype-Abteilung, gestern im Skype Blog. Mancher mag sich jetzt fragen, was Skype damit zu tun hat?

Microsoft kaufte eBay die Voice-Over-IP Software Skype im letzten Jahr für 8,5 Milliarden US-Dollar ab. Da der Konzern nicht zwei Chat- bzw. VOIP-Programme parallel anbieten will, wird MSN nun eingestampft. Die Nutzer des Windows Live Messengers sollen allesamt zu Skype überführt werden, sie können sich mit ihrem bisherigen Login einfach bei Skype anmelden.

Viele Nutzer der Software wird das ärgern. Skype gilt als Ressourcenfresser. Hinzu kommt, dass Skype erst kürzlich negativ auffiel, weil der Konzern Benutzerdaten ohne behördliche Aufforderung an ein privates Sicherheitsunternehmen weitergab. Dies spricht nicht gerade dafür, dass persönliche Daten (wie Kontakte und Chatinhalte) bei Skype sicher aufgehoben sind.

Und manchem MSN-Nutzer gefiel der Messenger vielleicht einfach besser als Skype. Nun hat man keine Wahl mehr. Ärgerlich ist die Entwicklung auch für Nutzer freier Software und Multi-Protokoll-Clients, wie Pidgin und Trillian. In diesen Instant Messengern konnte man MSN Nutzer bisher bequem hinzufügen und Kontakt zu ihnen aufnehmen. Skype ist als Protokoll aber nicht in diesen Programmen enthalten. Somit wird ein Kontakt unterbunden oder man muss sich eben fügen und auch Skype installieren. Auch die Entwicklung des alternativen, quelloffenen MSN-Clients aMSN kann somit wahrscheinlich eingestellt werden.

Alternativen zu Skype und MSN

Wer sich der Zwangsüberführung entziehen will, sollte sich vielleicht überlegen, ob er nicht zu einem anderen Protokoll wechselt. XMPP (Jabber) bietet sich an und kann mit vielen verschiedenen Programmen genutzt werden. Die Server der meisten E-Mail Provider unterstützen das Chat-Protokoll (z.B. GMX, 1und1, Web.de, GMail, ...). Einen Email-Account hat eigentlich jeder und somit muss man sich für die Nutzung von Jabber nicht extra irgendwo anmelden. Einfach eine Chat-Software installieren, Benutzerdaten eintragen und schon kann es los gehen.

Rest in Peace, MSN.

UPDATE 04.02.2013: Der Todestag für den Windows Live Messenger steht jetzt fest. Am 15. März wird der Dienst abgeschaltet.

Geschnatter

10 Kommentare, selbst mitschnattern << < Seite 2/2 > >>
Tux Beutel, am 09.07.2013 um 14:47 Uhr
Zitat : "...oder man muss sich eben fügen und auch Skype installieren. "

Wer freie Software und deren Protokolle nutzt benötigt oben genannten proprietären Dreck nicht und muss sich folglich auch nicht FÜGEN lassen.

Diese diktatorischen Machenschaften sind in der Windows Gemeinde gang und gebe und von daher für die meisten Windows User anscheinend völlig normal, also auch ok.
Diese user tun mir einfach nur leid.
Antwort: Sehr drastisch ausgedrückt, aber im Kern natürlich richtig. Ich selbst fand MSN auch nie schön. Dennoch muss man aber auch akzeptieren, dass es Nutzer gibt, die Skype und Co. freiwillig benutzen. (Das kann natürlich auch an mangelnder Aufklärung liegen.)

Deine Jabber-ID habe ich entfernt, weil mir nicht ersichtlich ist, wofür sie an dieser Stelle gut sein soll.
Tux Beutel, am 09.07.2013 um 15:12 Uhr
"Deine Jabber-ID habe ich entfernt, weil ..."

Kein Thema... soll kein Spam sein :-)

Aber etwas AUFKLÄRUNG für ne gute Alternative sollte nie verkehrt sein.
NICHT JEDE JID ist eine E-Mail adresse !!
sebi, am 06.01.2015 um 00:28 Uhr
ich habe immer immsn gegen mein schwester gezock und das kann mann in skype nicht mehr das ist sch*** was microsoft da mach die mache alles kaputt alles was gut ist wir ürgen wann ein gestelt
Antwort: (Überdenke deinen Umgangston, ich musste zur Sternchenkiste greifen.)