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Projectplace

erschienen in der Kategorie Software, am 26.04.2013
Schnatterente
Ich habe mir heute Mal Projectplace angeschaut, ein kommerzielles, browserbasiertes Softwarepaket zur Verwaltung von Projekten aller Art.

Hintergrund ist, dass mich jemand gefragt hat, ob ich eine stabile Online-Lösung zur Projekt Verwaltung kenne, die auf allen Betriebssystemen läuft.

Projectplace wirkt ein bisschen wie die Vereinigung vieler verschiedener (auch kostenloser) Online Dienste (z.B. Feng Office, Dropbox und Ähnliches). In der Cloud Software lassen sich beliebig viele Projekte anlegen und in Form von Gantt Diagrammen organisieren. Termine und Meilensteine können frei gesetzt sowie Mitarbeiter angelegt und Aufgaben zugeordnet werden. Die Oberfläche ist recht übersichtlich gestaltet, dennoch benötigt man eine gewisse Einarbeitungszeit, da die Software doch recht mächtig ist. Aus meiner Sicht könnte man die Übersichtlichkeit noch erhöhen, indem man dem Nutzer je nach Projektgröße die Wahl lässt, ob er alle Features nutzen möchte oder nur einige Basisfunktionalitäten (zum Beispiel als "Standard Ansicht" und "Experten Ansicht", wie man es von manch anderen Programmen kennt).

Negativ ist mir an der sonst recht schicken Oberfläche aufgefallen, dass einige Features auf Flash zurückgreifen. Flash ist langsam, oft sicherheitskritisch, und wenn es nicht gerade für einen Medienplayer genutzt wird, dient es meist als unsauberer Workaround für ein Problem, dass sich mit JavaScript nicht lösen lässt. Außerdem schränkt es natürlich die Kompatibilität zu verschiedenen Browsern und Betriebssystemen ein. Das aber nur am Rande, die Software lief auch dann problemlos, wenn ich Flash deaktiviert hatte.

Im Großen und Ganzen bringt Projectplace so ziemlich alle Funktionen mit, die man für ein sauberes Projekt Management benötigt: Ressourcen Management, Kontakt Verwaltung, Online Meeting, Dokumentenmanagement mit Versionsverwaltung und viele Übersichten zum aktuellen Projektstatus.

Kurzum: Projectplace enthält alles, was man so braucht und nach einer kurzen Einarbeitungsphase kann man mit dem System produktiv arbeiten und es auch für die interne Kommunikation verwenden. Dies ist aber auch der Anspruch, den ich an eine kommerzielle Software habe. Es gibt unzählige Open Source Projekte zum selber hosten, die jeweils einen Teil der genannten Funktionalitäten abdecken. Wer bereit ist Geld auszugeben, bekommt hier eine Lösung, in der alles drin ist.

Einen Nachteil sehe ich in der Tatsache, dass man sich von den Diensten des Herstellers abhängig macht. Man bestellt Projectplace als Abonnement und bezahlt es monatlich. Man kann das Softwarepaket, wie bei Cloud Diensten nun mal üblich, nicht kaufen und auf einem eigenen Server installieren. Somit muss man dem schwedischem Software Hersteller Projectplace AB vertrauen, dass er sich um eine sichere Speicherung der Daten und um gut verschlüsselte Kanäle kümmert.

Wenn man sich einmal für Projectplace entscheidet und eine Zeit lang alle Projekte darüber verwaltet, kommt man wohl auch nicht mehr so schnell von der Software weg, denn eine Migration zu anderen Tools ist schwierig.

Dies sind natürlich Nachteile, die für jede (kommerzielle) Cloud Software gelten, die man mit wichtigen und sensiblen Daten füttert. Wer damit leben kann und auf der Suche nach einer vollständigen Projekt-Management-Software ist, kann sich Projectplace aber ruhigen Gewissens anschauen. Man kann die Software 30 Tage kostenlos testen (Anmeldung erforderlich).

Geschnatter

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