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Der Raspberry Pi 2 ist da!

erschienen in der Kategorie Technik, am 02.02.2015
Schnatterente
Nun ist es endlich so weit: Nachdem bei der Vorstellung des Raspberry Pi B+ viele Leute bemängelt hatten, dass in Sachen Rechenleistung nichts passiert ist (und vielleicht zum Banana Pi gewechselt sind), kommt nun das lang ersehnte Performance-Update: Der Raspberry Pi 2 ist da!

Der neue Raspberry Pi 2 soll laut Angaben der Raspberry Pi Foundation sechs Mal so schnell sein, wie sein Vorgängermodell.

Statt der bisherigen Single-Core-ARMv6 CPU mit 700 MHz, rechnet der neue Pi nun mit einem Quad-Core-ARMv7 bei einer Taktfrequenz von 900 MHz. (BCM2836). Mehr Arbeitsspeicher gibt es auch, aus 512 MB sind jetzt 1024 MB RAM geworden. Einzig in Sachen Grafikperformance hat sich nichts verändert, da ist immer noch Broadcoms VideoCore IV an Board - aber das reicht ja auch vollkommen aus, um beispielsweise mit XBMC Full-HD-Videos abzuspielen.

Ansonsten hat sich am neuen Raspberry Pi 2 gegenüber der Version B+ nicht viel geändert. Die Anschlussmöglichkeiten sind die gleichen geblieben und die GPIO-Pins sind auch noch alle dort, wo sie hingehören. Aus meiner Sicht ist das auch gut so, denn somit lassen sich auch die Gehäuse für den Raspberry Pi B+ weiterhin verwenden und Hardware-Bastelleien in gleicher Weise verkabeln, wie bisher.

Durch den Wechsel von ARMv6 zu ARMv7 lässt sich jetzt übrigens auch Ubuntu-"Linux" auf dem Raspberry Pi installieren.
Ob man es gut finden soll oder nicht, kann jeder für sich selbst entscheiden, aber auf dem neuen Pi läuft auch Microsofts Windows 10, das der Konzern sogar kostenlos für die Plattform anbieten will.

Sehr schön finde ich, dass der neue Pi im Leerlauf, trotz der QuadCore-CPU, nicht mehr Strom verbraucht als sein Vorgängermodell (1,5 Watt). Laufen alle vier Kerne auf Hochtouren liegt der Verbrauch bei 2,43 Watt.

Ich selbst habe noch keine Raspberry Pi 2, aber es wird wohl nur eine Frage der Zeit sein, bis sich das ändert. ;-)

Geschnatter

5 Kommentare, selbst mitschnattern << < Seite 1/1 > >>
Anonym, am 02.02.2015 um 22:41 Uhr
Find es gut, dass sie die Grafikeinheit beibehalten, denn da wird nämlich gerade an einem Open-Source-Treiber gearbeitet.

Mit der erhöhten Rechenleistung könnte man ernsthaft überlegen den Raspi 2 als Desktop einzusetzen, find ich spannend :)
postlet, am 02.02.2015 um 23:57 Uhr
Haben wollen! Absolut keine Frage. Fand ich auch mal sehr angenehm überraschen, dass jedwede Ankündigung des Modells so völlig an mir vorbeigegangen ist. Ruft ja sonst nichts mehr soviel Freude hervor in der digitalen Welt.
Karsten Knobl, am 02.02.2015 um 23:57 Uhr
Freu mich schon auf den Pi 2 - hoffe dass man damit halbwegs flüssig einen Desktop betreiben kann. Mit dem Pi Model B ging das nicht wirklich in erträglichem Tempo ...
Raspberry Pi Tipps, am 03.02.2015 um 20:40 Uhr
Hier habe ich euch noch die oft gestellten Fragen&Antworten zum RasPi2 zusammengestellt:

http://raspberry.tips/faq/raspberry-pi-2-oft-gestellte-fragen-und-antworten-zusammengefasst/
Carsten, am 02.03.2015 um 15:28 Uhr
Also, als Desktop durchaus einsetzbar, habe NOOBS 1.4 ausprobiert und es lief mindestens so schnell wie auf einem Windows 95 Rechner, zum Surfen und mal kurz was im Web suchen durchaus zu empfehlen. Man merkt halt hier leider die SD-Card, ich habe ein paar neue gekauft und gefühlt lief es dann noch etwas besser. Vielleicht auch ideal als "ErstComputer" für Kinder, sie müssen ja nicht immer gleich die schnellsten Rechner bekommen, hatten wir ja auch nicht :-) ... und einen alten Monitor, Tastatur und Mouse hat bestimmt jeder rumfahren.
PiPlay läuft leider noch nicht drauf und PiMame auch nicht wirklich.