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V-DSL: Die Geschichte vom PPPoE-Fehler

erschienen in der Kategorie Technik, am 17.03.2015
Schnatterente
Ich möchte euch heute mal die (wahre) Geschichte eines Informatikers erzählen, der sich recht gut mit Telekommunikationstechnik auskennt und bei dem die selbige kürzlich einen Ausfall erlitt.
Neben den technischen Problemen steht sie symbolisch dafür, wie nervlich aufreibend es für eine Person, die sich lang und ausgiebig mit der besagten Technik beschäftigt hat, sein kann, sich immer wieder mit (unterschiedlichen) Kundenbetreuern unterhalten zu müssen, die weit weniger von der Materie verstehen als man selbst, die einem aber kein Vertrauen schenken (wollen/können/dürfen) und die auch in ihren Möglichkeiten auf den Kunden einzugehen nur sehr eingeschränkt agieren können.

Es begab sich einst, dass jemand, nennen wir ihn Horst, an einem Sonntag Nachmittag gemütlich in den Weiten des Internets surfte, bis ihm plötzlich die Wellen wegblieben. Ganz verdutzt schaute Horst einen Moment später in seine erst einige Monate alte Fritz!Box 7490 mit aktueller Firmware. Sie zeigte an, dass die VDSL-Leitung zwar wunderbar synchron war, doch dass die Fritz!Box, obwohl sie sich wahnsinnig viel Mühe gab, keine Anmeldung mehr beim Netzbetreiber schaffte: "PPPoE-Fehler: Zeitüberschreitung" stand im Protokoll.

Na so ein Ärger. Horst war gerade zu dieser Zeit aus persönlichen Gründen besonders auf eine funktionierende Internet- und vor allem Telefonleitung angewiesen. Doch solche Ausfälle treten eben immer genau dann auf, wenn man sie am wenigsten erwartet und vor allem brauchen kann.

In Anbetracht des vorliegenden Fehlerbildes (erfolgreich synchronisierte, fehlerfreie VDSL-Leitung, bei der die Aushandlung der IP-Adresse scheitert, weil vermutlich keine Verbindung zum Breitband-PoP möglich ist) tippte Horst auf einen Fehler in der Vermittlungsstelle. (Ein Wireshark-Dump des ausgehenden und (nicht mehr) eingehenden Traffics bestätigte diese Vermutung.)

Er wartete noch einige Stunden ab, um den Selbstheilungsfähigkeiten der modernen Netzarchitektur eine Chance zu geben. Leider brachte das nichts und so griff Horst zum Handy (das Festnetz-Telefon funktionierte ja nun nicht mehr) und rief den Support seines Internetproviders, nennen wir ihn "Zwei", an. Er erreichte einen mäßig freundlichen Mitarbeiter, der gar nicht verstehen konnte, wie man so dreist sein kann, sich an einem Sonntag Nachmittag bei der Hotline zu melden, um sich über seine nicht funktionierende DSL-Leitung zu beschweren (Originalzitat: "Mir wäre das zu stressig.").

Horst, der von Anfang an betont freundlich zu dem Mitarbeiter war (weil er sich sehr gut vorstellen kann, was das für ein sch*** Job ist und ja immer gilt: "Wie man in den Wald hinein ruft ..."), riss sich trotz des genervten Untertons zusammen und machte auch dann noch gute Miene zum bösen Spiel, als ihn der Mitarbeiter dazu zwang, seine Fritz!Box auf die Werkseinstellungen zurückzusetzen und sie unter Zuhilfenahme des Startcodes neu einzurichten.
Dieser Vorgang kam Horst nicht besonders zweckmäßig vor, da der Router ja bis zum Ausfall ausgezeichnet funktionierte und die DSL-Leitung immer noch synchron war. Horst äußerte gegenüber dem "Zwei"-Mitarbeiter, dass es sich seiner Ansicht nach vermutlich um einen Fehler in der Vermittlungsstelle handelt. Doch alles Betteln half ihm nicht, ein Supportticket wird nur für Leute erstellt, die bereit sind ihren Router neu anzulernen. Darauf hatte Horst überhaupt keine Lust, denn er hatte unzählige Einstellungen und Portfreigaben in der Fritz!Box vorgenommen und auch die Neueinrichtung und Wiederanmeldung der Telefoniegeräte gehört nicht gerade zu Horsts Lieblingsbeschäftigungen. (Ja, Horst kennt die Import/Export-Funktion der Fritz!Box, aber leider hat diese ihn schon mehrfach mit enttäuschenden Resultaten konfrontiert.)
Horst fügte sich also dem Willen von "Zwei", was natürlich zu keiner Verbesserung der Situation führte.

Da der PPPoE-Fehler natürlich weiterhin bestand, erstellte der immer genervter wirkende Mitarbeiter ein Fehlerticket, welches auch schon zwölf Stunden später (inzwischen Montag) per SMS bestätigt wurde. Der "Zwei"-Mitarbeiter beschwerte sich nebenbei auch noch darüber, dass er keine Möglichkeiten habe einen Port-Reset durchzuführen oder Ähnliches, da der Vorleistungslieferant und Netzbetreiber, nennen wir ihn "T", seiner Firma diese Möglichkeit nicht einräume. Am Ende gab sich der junge Mann aber doch noch mal netter, versicherte die Störung werde in 48 Stunden behoben sein und bat darum, das Telefonat online zu bewerten. Horst empfand das in der gegebenen Situation als zynisch.

Einige Stunden nach der SMS (am Montag) bekam Horst einen sehr freundlichen Anruf von einer "T"-Mitarbeiterin. Sie fragte noch mal nach, ob es sich tatsächlich um einen PPPoE-Fehler handeln würde und ob die Leitung ansonsten wirklich in Ordnung, also synchron, sei. Horst bestätigte das und die nette Dame nahm es so auf. Sie erkundigte sich auch noch mal nach den aktuellen Leitungswerten (Dämpfung, SNR, Fehler, etc.) und verwies im gleichen Atemzug darauf, dass sie das nur noch mal prüfen müsse, da es von "Zwei" so häufig Falschmeldungen über PPPoE-Fehler gäbe. Horsts Eindruck, dass das Verhältnis zwischen "Zwei" und "T" eher schwierig ist, festigte sich. (Die brauchen ganz dringend mal eine Paartherapie.)

Am Montag, nur wenige Stunden nach der ersten SMS erreichte Horst die nächste Kurzmitteilung, aus der hervorging, er solle doch einen Termin für den Besuch eines "T"-Technikers vereinbaren. Dies verblüffte Horst sehr, er verstand nicht, warum jemand zu ihm kommen sollte, um eine störungsfreie, synchrone DSL-Leitung zu überprüfen, deren einziges Problem in der Anmeldung besteht.
Er hinterfragte dies auch am Telefon, als er den Technikertermin vereinbarte. Man wies Horst darauf hin, dass ein Technikertermin nicht immer bedeute, dass einen der Techniker auch zu Hause besuchen kommt, in diesem Fall sei aber damit zu rechnen. Horst nahm den nächstmöglichen freien Technikertermin an: Mittwoch, zwischen 08:00 und 14:00 Uhr. Der "Zwei"-Kundenbetreuer versprach, dass sich das Problem dann, leider nicht mehr ganz im versprochenen Zeitfenster, am Mittwoch lösen würde, und wies Horst noch darauf hin, dass er eine E-Mail bekäme, über die er ihn und das Gespräch online bewerten könne.

Am Mittwoch gegen 11:00 Uhr kam ein freundlicher aber auch hektischer und sehr kurz angebundener "T"-Techniker in Horsts Wohnung, klemmte sein Messgerät an die TAE-Dose und stellte fest, was ihm Horst schon mitgeteilt hatte, nämlich dass die Leitung synchron war und das sogar mit voller Bandbreite und ohne auffällige Fehler.
Der Techniker erklärte, er verstünde überhaupt nicht, warum man ihn hierher geschickt habe. Die Leitung sei ja in Ordnung, und wenn ein PPPoE-Fehler vorliege, dann stimme wahrscheinlich etwas an den Einstellungen in der Vermittlungsstelle nicht (wie überraschend). Er verbuchte den Auftrag als "USM - ungerechtfertigte Störungsmeldung" und erklärte, er würde sein Geld dafür ja trotzdem bekommen, also sei es ihm egal. Horst fragte nach, wie es denn jetzt weitergehen würde und der Techniker sagte ihm, dass das Ticket zurück an den Provider ginge und dieser sich dann sicher bei Horst meldet. Eigentlich wollte Horst da noch weiter nachhaken, aber sein Gegenüber hatte mitten im Gespräch ein Handytelefonat angenommen und verließ Horsts Wohnung ohne Tschüss zu sagen mit dem Telefon am Ohr. Insgesamt war der Mann vielleicht drei bis fünf Minuten vor Ort und konnte in keiner Weise zur Problemlösung beitragen.

Danach führte Horst innerhalb von zwei Stunden vier Telefonate mit dem "Zwei"-Support (drei davon waren von "Zwei" mit SMS-Nachrichten initiiert worden, in denen man um Rückruf bat).
Horst wurde erneut darum gebeten, den Router auf Werkseinstellungen zurückzusetzen und mit dem Startcode einzurichten, was natürlich nichts an seiner Situation veränderte.
Trotz dieser Schikanen erklärte er den vier Mitarbeitern die ganze Geschichte stets freundlich, auch wenn er es schon ziemlich leid war und einige von ihnen scheinbar nicht wussten, was ein PPPoE-Fehler ist, was es bedeutet, wenn die DSL-Leitung synchron ist und worum es sich bei einer Vermittlungsstelle, einem DSLAM, einer Linecard oder einem Breitband-PoP handelt.
(Merke: Es hat einfach überhaupt keinen Sinn zu versuchen, dem Supportmitarbeiter zu erklären, woran es liegt. Man sollte es daher lassen und tief durchatmen.)
Dafür erfuhr Horst aber beispielsweise, dass man sein Ticket zwischenzeitlich nicht bearbeiten könne, weil es von einem anderen Mitarbeiter, welcher von "Mallorca aus arbeitet", geöffnet sei. Natürlich verpasste es keiner der Mitarbeiter Horst vorzuschlagen, das Telefonat im Nachgang online zu bewerten.

Mit Humor nahm Horst auch den Mitarbeiter, der ihm sagte, dass er selbst nicht so richtig verstehe, warum jetzt noch mal eine Bitte um Rückruf rausgegangen sei - es gäbe aus seiner Sicht nichts zu besprechen.

Am Ende des Telefonmarathons war es "Zwei" dann aber doch noch möglich, die Störung wieder an "T" zurückzugeben, woraufhin Horst dann wieder eine SMS bekam, die ihn dazu aufforderte, einen weiteren Technikertermin zu vereinbaren. Dieser fiel auf Freitag, zwischen 08:00 und 14:00 Uhr.

Außerdem bat "Zwei" Horst darum, seine Fritz!Box doch zwischenzeitlich mal an einem anderen VDSL-Anschluss zu testen. Widerwillig ging Horst dann auch dieser, aus seiner Sicht nicht zweckdienlichen, Bitte nach und stellte fest, dass die Fritz!Box ganz wunderbar funktionierte. (Na so was!)

Am Freitag um 07:30 Uhr (also fast genau zwischen 08:00 und 14:00 Uhr) erhielt Horst einen Anruf von einem DSL-Techniker. Dieser hatte Horsts Adernpaar in der Vermittlungsstelle gerade an eine andere Linecard geklemmt, was den Fehler sofort behoben hatte. Die Fritz!Box konnte augenblicklich wieder IP-Adressen mit dem Breitband-PoP aushandeln. Der Port an der alten Linecard war wohl defekt.
Auf Horsts Nachfrage, warum man das nicht gleich am Mittwoch so gemacht habe, erklärte der sehr freundliche und kompetent wirkende Techniker, dass ihm das auch nicht klar sei. Sein Kollege hätte anhand des Fehlerbildes entweder gleich in der Vermittlungsstelle ansetzen sollen oder zumindest am Anschluss einen Einwahltest durchführen müssen, anstatt nur die Leitungswerte zu überprüfen. (Er vermutete, sein Kollege habe eventuell nicht das richtige Messgerät dabei gehabt.) Außerdem wäre es wohl eigentlich sein Auftrag gewesen dem Fehler (in der Vermittlungsstelle) weiter nachzugehen, anstatt das Ticket als ungerechtfertigte Störmeldung zu schließen.
Horst fand im Gespräch außerdem heraus, dass der vorliegende Fehler gar nicht so selten sei - das Problem gäbe es bei fünf bis zehn Prozent der VDSL-Leitungen immer mal wieder. (Horst kam das viel vor und fragte sich, ob diese Technik wirklich ausgereift genug sei, für einen flächendeckenden Einsatz.)

Einige Zeit nachdem der Techniker sich um das Problem gekümmert hatte, bat Horsts Provider wieder per SMS um Rückruf. Horst tätigte den Anruf, "Zwei" wollte wissen, was sich bei dem Technikertermin ergeben hätte. Horst beantwortete diese Nachfrage reichlich irritiert und fand heraus, dass sein Provider offenbar keine zeitnahen Rückmeldungen von "T" erhält und deswegen gezwungen ist, die Kunden nach dem Status zu fragen. Man verwies erneut in einem Nebensatz darauf, dass die Zusammenarbeit mit "T" besser laufen könnte. Am Ende des Telefonats wurde darum gebeten, das selbige später online zu bewerten.

Unterm Strich war Horst dann am Freitagmorgen froh, dass er endlich wieder telefonieren und surfen konnte. In den vergangenen Tagen hatte er oft über die guten alten Zeiten der analogen Telefonleitungen nachgedacht, die eine internetunabhängige Telefonie ermöglichten. (Diese schafft "T" ja derzeit endgültig ab.)
Unterm Strich hat es Horsts Provider "Zwei" in fünf Tagen, mit Hilfe von "T", geschafft, eine Störung zu beheben, die man laut eigener Aussage auf jeden Fall innerhalb von 48 Stunden beheben würde. Horst ist dafür zwar sehr dankbar (auch weil er weiß, dass es viele Leute gibt, die sich mit so etwas Monate lang herumschlagen), dennoch bleibt aber der Eindruck, dass das alles hätte schneller und effektiver laufen können.

Die Zusammenarbeit zwischen den beteiligten Unternehmen scheint schlecht zu sein, so schlecht, dass es üblich ist, vorm Kunden gegen die jeweils andere Firma zu wettern (aus Horsts Sicht ein absolutes No-Go). Die linke Hand weiß in der Regel nicht was die rechte macht und selbst innerhalb eines Unternehmens kann es offenbar passieren, dass Mitarbeiter unabhängig voneinander am gleichen Fall arbeiten und dies nicht mal bemerken. Dazu kommt noch, dass man als Kunde jedes Mal von vorn anfangen kann, dem Telefonisten zu erklären, worum es geht und was bisher geschah, denn man hat nahezu keine Chance zwei Mal mit der gleichen Person zu kommunizieren. Außerdem ist auffällig, dass die Mitarbeiter sehr unterschiedlich, aber meist unzureichend, geschult sind, was die technische Seite ihres Produktes angeht. Sie folgen immer einem Schema F, das ihnen ihre Software vorgibt und von dem sie auch nicht abweichen können oder dürfen.
Horst hat diese ganze Aktion viel Zeit und Mühe gekostet (auch wegen der vielen Anrufe und der damit verbundenen Warterei auf einen freien Mitarbeiter). Hätten die Beteiligten einander besser zugehört und wären besser auf das Gesagte eingegangen, hätte man das Problem schneller, mit nur einem Technikertermin und folglich auch mit weniger Ausgaben lösen können.

Ausfälle an der Netzwerktechnik können, wenn es nicht zu oft passiert, vorkommen. Wenn dem so ist, sollten die Provider aber zielorientiert und vor allem effizient zu einer Lösung kommen (vor allem dann, wenn man es mit Kunden zu tun hat, die offensichtlich etwas von der Materie verstehen und einem die Lösung auf dem Silbertablett präsentieren).

Die Geschichte von Horst ist kein Einzelfall. Es ist eine DSL-Geschichte von vielen. Horst hatte noch den großen Vorteil, dass er wenigstens verstand, was da vor sich ging. Die meisten Nutzer sind da schlechter dran und können nichts machen, um den Prozess zu beschleunigen.
Am Ende bleibt der Eindruck, dass die Provider ihre Technik und auch ihren Support nicht wirklich gut im Griff haben. Das ist schade. Schade, für die Kunden.


(Horst erhielt übrigens nie eine der angekündigten E-Mails zur Bewertung des Supports.)

Geschnatter

46 Kommentare, selbst mitschnattern << < Seite 4/7 > >>
Anonym, am 21.10.2015 um 10:57 Uhr
Hab den selben Fehler jetzt. Was muss ich machen?
Klaus, am 13.11.2015 um 19:03 Uhr
Danke für die schöne Geschichte. Auch bei mir 8 Tage Murmeltierfest bei der Vodafone. Gestern habe ich dann die technische Hotline (!) gebeten, dem T-Techniker irgendwie mitzuteilen, was er zu tun hat. Heute geht es endlich.
Ich finde es erschreckend, dass an der Hotline ausnahmslos technische Laien sitzen. Noch erschreckender ist aber, das es keinerlei Eskalationsmanagment gibt.
Ich möchte nicht wissen, wie viele angeblich defekte Geräte getauscht oder neu gekauft werden. Und wie viele Anrufe und Wochen ein normaler Anwender braucht, um sowas durchzustehen...
Servicewüste Deutschland, am 13.11.2015 um 19:21 Uhr
Absolut klasse geschrieben. Wenn es nicht eine wahre Geschichte wäre, könnte man fast schon drüber lachen.
Wolfi1329, am 28.11.2015 um 16:11 Uhr
Ich hatte vorgestern spät nach 23 Uhr den Fehler "PPPoe-Fehler: Zeitüberschreitung" (DSL korrekt synchronisiert, Fritzbox 7490 OK). Also kein Telefon / DSL.
Am nächsten Morgen (Zwangstrennung um 5 Uhr erfolgt) war alles wieder i.O.
Seltsam.

Mein Provider ist aus Berlin und "klingelt leicht".
SG Josh, am 29.01.2016 um 02:57 Uhr
Vielen Dank !
Habe exakt das gleiche Problem. Auch mit "Zwei". Wie viele Foren und Seiten ich gelesen habe um zu verstehen wo eigentlich das Problem liegt. Wohlgemerkt in den jeweils drei bis vier Minuten Online Zeit die mir blieben bis die nächste Trennung erfolgte. Daher tut diese mit einer schönen Prise Humor gewürzte Geschichte meiner geschundenen Kunden-Seele sehr gut. In ein paar Stunden taucht der T Techniker auf, hoffentlich. Vielleicht Krieg ich ihn ja direkt dazu bewegt in der störstelle anzurufen ohne meine gesamte wohnwand verschieben zu müssen damit er kurz sein Messgerät dranhalten kann und mir dann zu sagen was ich schon weiß.
Den selben hick hack hatten wir Anfang der 2000er schon ständig mit Arcor. Sobald die Kooperation mit T gefragt war musste man als Kunde in die Röhre schauen. Wirklich erschreckend das sich in 15 Jahren nichts ändert. Den kurzweiligen Gedanken meinen hoffentlich noch zu jeder Zeit kündbaren "zwei" Vertrag aufzulösen (wofür ich bei der Erstellung 50 Euronen extra geblecht habe) um zum T zu wechseln habe ich erstmal ad acta gelegt. Für mich einfach zu teuer. Trotzdem kann ich T verstehen, ich habe als Steuerzahler aktuell auch nicht besonders große Lust jeden dahergelaufenen Glückssuchenden zu alimentieren obwohl er nichts dafür tut oder jemals tun wird nur weil der Staat entschieden hat das ich es so zu tun habe. So denke ich verhält es sich auch etwa mit T und Zwei. Dieser Beitrag ist wirklich ein Lichtblick und ich konnte Rückblickend fast über die ettliche Zeit lachen die ich mit den "Support-Experten" am Telefon vergeudet habe. Wobei mich die DAU Schema Abarbeitung ala - ist das gelbe Kabel auch im gelben Slot ? Leuchtet die Lampe am Netzwerkkabeleingang an ihrem pc ? Haben sie die Fritz Box resettet ? - Schon sehr genervt hat. Da kommt man sich schon leicht veralbert vor. Und sie haben recht. Anregungen Ideen, oder ein Dialog ist nicht vorgesehen. Mir war beim zweiten Anruf auch klar das vorliegendes Problem nicht an mir bzw. An meinen Komponenten liegt. Wer erinnert sich noch an die geiz ist geil Kampagne vom großen Elektro Unternehmen ? Vielleicht sollten wir uns alle mal wieder in die andere Richtung bewegen... Denn was billig ist, kann selten gut sein. Werde nachher doch mal zum T Shop gehen und mir ein Angebot machen lassen. Werde ja quasi gezwungen diesen Streit des Wirtes und des Parasiten zu umgehen und mich vom Parasiten-Parasiten weiter zu entwickeln und mich direkt an den Wirt zu klemmen.
:D
Auch wenn der Preis dafür dann höher ausfält.

Danke für die tolle Story ! Und allen anderen mit selbigem Problem wünsche ich starke Nerven. Ps. Wer den Film ideocrazy noch nicht gesehen hat, sollte ihn vielleicht ansehen. Das vorstellen der Hauptdarsteller des Films in einem dieser "Zwei" Telefonate zu sein hat mir eine Menge Geduld und vor allem viel Verständnis für meinen Gesprächspartner ermöglicht.

MFG
xternity, am 08.02.2016 um 10:12 Uhr
Hach, wie herrlich.

Genau das gleiche Problem hatte und habe ich aktuell auch wieder bei "2" und der Fritz-Box. DSL synchron aber PPPoE-Fehler: Zeitüberschreitung. Bei mir konnte ich 2014 den Fehler ganz gut einordnen, da es exakt an dem Tag auftrat, an dem von "2" per Post eine Optimierung des Knotenpunktes (DSLAM) angekündigt wurde und der Knaller "es nichts an meinen Konditionen ändern wird“. Die angebliche 1h-Ausfallzeit an dem Tag wurde mir nach 2 Tagen dann zu bunt und ich rief die Störungshotline an.

Ab da begann die gleiche Verdummungsorgie wie beim Eingangspost. Ich musste neben dem Standardschwachsinn wie Stromtrennung Router Router, Werkseinstellung usw. sage und schreibe 4!!! Technikertermine vereinbaren (immer extra eher von Arbeit los wegen dem nicht verhandelbaren Zeitfenster), von denen letztendlich entweder keiner kam, zu früh kam und wieder gegangen ist oder nur eine Ferndiagnose machte. Ich war stinksauer wie man sich vorstellen kann.

Das Lächerlichste allerdings waren die (vermutlich automatisierten) SMS-Benachrichtigungen jeden Tag, das mit Hochdruck an der Fehlerbehebung gearbeitet wird. Wer´s glaubt wird selig. :) Und bei jedem Anruf wurde mir ein neuer vermuteter Grund eingeredet der geprüft werden muss, obwohl der Fehler ja zeitlich eindeutig den Arbeiten am Knotenpunkt zuordnet werden konnte und die Fritzbox mit der Leitung synchron war. Nach 5 Wochen habe ich dann entnervt aufgegeben mich darum zu kümmern und dann nach sage und schreibe 6 Wochen ging es plötzlich wieder ohne irgendwas gemacht zu haben und ohne Rückmeldung seitens “2“. Vermutlich hat sich die Telekom dann doch mal bemüht einen Port-Reset durchzuführen.

Soweit so gut. Nun aber der Hammer. Ich hatte vorher DSL 6000 anliegen und daran hatte sich nix geändert, allerdings war die nächste Rechnung auf einmal 5€ teurer (trotz Ankündigung es bleibt alles wie es ist). Vertragshotline angerufen und beschwert. Ende vom Lied: Die 5 Euro wurden zwar wieder zurückgenommen, allerdings wurde die Leitung auf 2000 gedrosselt und mein Vertrag von damals (hatte alten GMX-Vertag, was von “2“ übernommen wurde) in einen 2000er 1&1-Vertrag umbenannt. War nicht ganz so dramatisch, weil der Anschluss nur von meinen Eltern genutzt werden die bißl im Netz surfen wollen und telefonieren und keine Megadownloads machen, aber trotzdem absolute Frechheit.

Ja und nun war für Ende Januar 2016 wieder eine Optimierung des DSLAM angekündigt, mit 1h-Ausfallzeit an dem Tag der Arbeiten. Und wie ihr sicher richtig vermuten werdet: Ich habe bis heute noch immer keine Internetverbindung und das Spiel beginnt von vorn. Aber noch ein paar Schmankerl vom den aktuellen Hotlineaussagen.

1.) Die ersten 2 Anrufe waren für die Katze (Schema F, Werkseinstellung blabla), obwohl ich auf den Vorgang 2014 und den PPPoE-Fehler und positiven DSL-Sync hingewiesen habe. Über Aussagen wie der Router sei defekt musste ich da nur schmunzeln.

2.) Beim 3. Anruf bestätigte mir der Service-Mitarbeiter, dass es sich wirklich um ein Problem in der Vermittlungsstelle handelt und der Anschluss daher „migriert“ werden muss“. lol Der Fehler sollte innerhalb weniger Stunden behoben sein. Das war vor 8 Tagen und es geht bis jetzt natürlich nicht.

3.) SMS - ich solle mich bitte bei der Servicehotline melden. Da ja Festnetz nicht geht, von meinem eigenen Festnetzanschluss angerufen und so richtig wusste man auch nicht, warum ich mich da melden sollte. Jedenfalls erzählt, dass Störung weiterhin besteht. Und jetzt kommt’s: Da sagt der Mitarbeiter doch allen Ernstes zu mir: “Sie wissen aber schon, dass Sie gerade von ihrem Anschluss aus anrufen?“ Dass dies nicht sein konnte, hätte er aber an der Nummer erkennen können und ich erklärte (noch höflich), dass ich von meinem eigenen Anschluss (bei Sauerstoff2) aus anrufe. Und dann folgende Aussage: „Wenn Sie jetzt nicht am Anschlussort sind, kann ich keine Störung aufnehmen.“ Auf die Frage warum nicht, kam nur flapsig weil er da nicht die Leitung vermessen kann wenn ich den Strom vom Router trenne. Aha. Nach der Erläuterung, dass dies nicht notwendig sei weil die 2 MA vorher das auch schon gemessen haben und festgestellt wurde, dass da alles i.O. war hat er die Meldung trotzdem nicht aufnehmen wollen.


Fortsetzung im nächsten Post (wegen Zeichenbegrenzung).
xternity, am 08.02.2016 um 10:17 Uhr
4.) Wieder SMS bitte melden. Gesagt getan. Da fragen die mich doch tatsächlich, warum ich noch nicht wieder online war, der Fehler sei doch behoben. Ich guck ungläubig auf meinem Router (wo natürlich die entsprechenden LED´s was anderes sagen) und teste die Verbindung und natürlich geht nix. Dann die Verwunderung das es nicht geht, DSL sei doch aber synchron. Muhahahahaha….das wussten die seit Anfang an das es synchron ist, aber eben trotzdem nicht geht wegen dem PPPoE-Fehler. Und da musste das angeblich gelöste Ticket wieder neu eröffnet werden….so was aber auch.

Mittlerweile besteht die Störung seit 14 Tagen und kein Ende abzusehen. Auf die letzte SMS ich solle einen Technikertermin vereinbaren reagiere ich nicht mehr, sonst explodier ich am Telefon.


Fazit: Bis auf ganz wenige Ausnahmen sind die Störstellenmitarbeiter absolute Lachnummern. Immer derselbe Quatsch: Strom trennen, Werkseinstellung, Leitung messen…blablabla. Auf den PPPoE-Fehler geht keiner ein und aus der Störungsmeldung von 2014 (wo der Fehler nach 6 Wochen gelöst wurde) kann nicht ermittelt werden, wie die Störung damals behoben wurde. Ein absolutes Armutszeugnis.