Heimkino: BenQ W700 vs. W710-ST

erschienen in der Kategorie Unterhaltung, am 15.02.2012
Schnatterente
Ins Kino gehen ist ganz schön teuer geworden. Je nachdem ob man sich einen Film in 2D oder 3D anschauen will und ob der Film Überlänge hat, sind selbst mit Ermäßigung schnell mal 8 bis 15 Euro weg. Meine Mutter würde jetzt sagen: Das sind 30 Mark! Recht hat sie. Aus diesem Grund habe ich mich dafür entschieden, mir das Kino nach Hause zu holen.

Nach dem Lesen einiger Testberichte und Eingrenzen meiner preislichen Vorstellungen bin ich zu folgenden Schlüssen gekommen. Mit LED-Beamern ist sicher kein schönes Filmerlebnis zu erreichen, weil sie einfach noch zu leuchtschwach sind. Full-HD (1920x1080) Beamer, die auch noch die entsprechende Helligkeit mitbringen sollen, sind noch nicht wirklich erschwinglich. Und für eine Bildbreite von maximal 2,5 Metern reicht eine 720p HD-Auflösung (1280x720) vollkommen aus.

Im Zuge meiner weiteren Recherchen bin auf den Benq W700 Beamer gestoßen, der in nahezu allen Testberichten zum Preis/Leistungs-Wunder gekührt wurde. Das Gerät ist mit über 2200 ANSI Lumen sehr leucht stark und darüber hinaus sogar noch 3D-fähig. Als ich mich schon fast entschieden hatte, das besagte Gerät zu kaufen, musste ich feststellen, dass BenQ noch eine zweite Variante des Beamers auf den Markt gebracht hat. Dieser Projektor heißt W710-ST und ist wohl der erste bezahlbare Kurzdistanz-Beamer auf dem Consumer-Markt. Das heißt, der Beamer kann auch bei kurzer Entfernung zur Wand ein recht großes Bild zaubern. BenQ gibt an, dass das Gerät bei einem Wandabstand von einem Meter schon eine Bilddiagonale von 1,60 Meter erzeugt. Für Heimkino-Zwecke klingt das recht verlockend. Das Teil kostet ca. 100 Euro mehr als der W700 und macht sogar noch mehr Licht: 2500 ANSI Lumen (dafür ist die Lebensdauer der Lampe etwas geringer).

Nach längerer innerer Zerissenheit habe ich mich noch etwas belesen und folgendes über Kurzdistanzbeamer rausgefunden: Wenn man mit diesen Geräten etwas größere Bilder erzeugen will (mehr als 2,50 Meter Bildbreite), werden die Ränder des Bildes unscharf. Dies begründet sich in der Tatsache, dass solche Beamer ein recht komplexes Linsensystem aufweisen, welches das Bild nicht, wie bei normalen Beamern üblich, gerade herauswirft, sondern schräg nach oben, bzw. schräg nach unten (wenn das Gerät an der Decke hängt). Dies ist nötig, damit man trotz des kurzen Abstands zur Projektionsfläche das Bild am richtigen Fleck hat. Zwar wird es im Heimgebrauch nicht oft vorkommen, dass man Bilder projizieren möchte, die breiter sind als 2,50 Meter, dennoch war dies für mich der ausschlaggebende Grund, letzten Endes doch zum W700 zu greifen.

Nachdem ich das Gerät nun seit einigen Tagen habe, muss ich sagen, dass ich die richtige Entscheidung getroffen habe. Der Beamer ist leuchtstark genug, um auch in einem nicht allzu abgedunkeltem Raum ein gutes Bild zu erzeugen. Der Wandabstand ist letzten Endes auch kein Problem (wenn man das Gerät nicht in einem sehr kurzen Raum betreiben will). Kurzum: Ich bin zufrieden und die lange Suche hat sich eindeutig gelohnt.

Geschnatter

10 Kommentare, selbst mitschnattern << < Seite 1/2 > >>
Thomas, am 22.03.2012 um 11:40 Uhr
Cooler Beitrag, ich bin selbst auf der Suche nach einem Beamer, weil ja die Fußball EM ansteht - denke ich werde jetzt vlt. auch zu BenQ greifen.
unscharfe Ränder, am 24.03.2012 um 02:46 Uhr
ich hab mir den W710-st gekauft und hab damit keine unscharfen Ränder. bild ist allerdings auch kleiner als 2,50m
Matthias, am 24.03.2012 um 17:29 Uhr
Der W710st ist wohl der erste Kurzdistanzbeamer überhaupt. Benq ist zwar marktführend, dennoch würd ich was das angeht noch warten bis die Technik ausgereifter ist.
die Bombe, am 24.03.2012 um 18:30 Uhr
was hat es mit diesen ansl lumen auf sicht? also helligkeit - ist klar, aber was ist da ein guter wert?
Matthias, am 24.03.2012 um 19:43 Uhr
@Bombe: siehe mein Link zu Wikipedia.

Soweit ich weiß sind Beamer so ab 1200 ANSI Lumen gut zu gebrauchen. Weniger ist nicht so toll, dann hast du halt n recht dunkles, kontrastfreies Bild - das ist auch das Problem bei den meisten LED Beamern...

Der Abstand zur Wand und wie sehr das Zimmer verdunkelt ist spielt natürlich auch eine Rolle! Bei komplett abgedunkeltem Raum und einer Leinwand mit hohem Gain Faktor können die über 2000 ANSI Lumen des Beamers hier sicherlich auch so hell wirken, dass es in den Augen weh tut (bei weißen Flächen).
Mogli, am 26.03.2012 um 17:50 Uhr
was du sagt stimmt nicht so ganz - man muss aber auch berücksichtigen, dass die beamer nicht die leistung schaffen mit der sie angegeben sind! außerdem lässt die leistung im laufe der zeit auch nach, bis man eine neue lampe einbaut.
Mogli, am 26.03.2012 um 17:57 Uhr
http://www.youtube.com/watch?v=9s0PJjeyKcQ