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Urheberrecht: Verwendung von Bildern auf Webseiten

erschienen in der Kategorie Webdesign, am 06.02.2014
Schnatterente
Wer eine Internetseite betreibt, muss seit jeher gut aufpassen, dass er bei der Verwendung von Bildern keine Urheberrechte verletzt. In den letzten Tagen haben zwei Urteile dafür gesorgt, dass es nun noch komplizierter wird.

Landgericht Köln: Urhebervermerk muss direkt im Bild untergebracht werden

Das Landgericht Köln hat am 30.01.2014 entschieden, dass bei der Verwendung von Grafiken auf Internetseiten der Urheberrechtsvermerk direkt im Bild untergebracht werden muss. Es muss gewährleistet sein, dass der Urheber auch erkennbar ist, wenn man das Bild direkt über dessen URL im Browser aufruft. Somit muss der Text also in der Grafik selbst eingebettet sein.

Dieses Urteil zerstört nicht nur an vielen Stellen die Ästhetik, es macht auch die Verwendung vieler Grafiken unmöglich, denn das Bearbeiten von urheberrechtlich geschützten Grafiken ist zumeist auch nicht erlaubt. Folglich ist es auch nicht zulässig, den Urheber ins Bild einzuarbeiten.

Bundesgerichtshof: Screenshots eines Videos sind urheberrechtlich geschützt

Laut einem Urteil des Bundesgerichtshofs vom 22.01.2014 umfasst das Urheberrecht für Videos jeden einzelnen Frame eines Films. Es ist also nicht gestattet, Screenshots von Videos zu machen und diese in Webseiten einzubinden. Bei vielen Bloggern ist dies gängige Praxis.
Danke, Paul.

Geschnatter

1 Kommentar, selbst mitschnattern << < Seite 1/1 > >>
Rikke786, am 12.03.2014 um 12:11 Uhr
Gut, zu wissen, dass es da ein rechtskräftiges Urteil gibt. Das kann teuer werden, wenn man da nicht aufpasst.