der Blu-ray-Mücken-Laser

erschienen in der Kategorie Wissenschaft, am 23.10.2012
Schnatterente
Zwar übertragen unsere heimischen Stechmücken zumeist nicht Malaria, wie ihre Moskitokollegen in den Tropen, dennoch sind Mückenstiche eine nervige Angelegenheit. Eine Mücke im Schlafzimmer kann einem sehr schnell die ganze Nacht versauen. Sie kreist einem summend um den Kopf, bis man genervt und schlaftrunken das Licht anschaltet, um dem Blutsauger den Garaus zu machen. Mit sehr viel Glück findet man das besagte Insekt. Wenn nicht, geht dieses Spiel noch bis zum nächsten Tag weiter, der erfahrungsgemäß mit einem Juckreiz beginnt.

Gegen dieses lästige Übel gibt es eine Vielzahl von mehr oder weniger wirksamen Bekämpfungsmitteln. Von Ölen, die man sich auf die Haut machen soll, um die Mücken mit dem Geruch zu vertreiben, die aber so abartig müffeln, dass man sich das Selbst kein zweites Mal antut, bis hin zu diesen elektronischen Anti-Mücken-Geräten, in die man Duftblättchen steckt, um den gleichen Effekt zu erzielen und die im Verdacht stehen krebserregend zu sein, ist alles dabei.

Es gibt auch noch Geräte, die einen dauerhaften hohen Pfeifton (14850 Hz) erzeugen, der das Summen weiblicher Mücken nachahmen soll, um diese zu vertreiben. Frauen, ähm, weibliche Mücken, sind Zicken. Sie können sich gegenseitig nicht leiden und verschwinden lieber, als einander zu begegnen. Männer, also ich meine natürlich die Mücken, sind lässig drauf. Sie stechen nicht und wollen eigentlich nur in Ruhe ihr Leben leben. Blöderweise sind sie nicht so leicht von ihren Frauen zu unterscheiden, was dazu führt, dass auch sie schnell mal zum Opfer der Reaktion anderer Lebewesen, auf das Verhalten ihrer Gattinnen, werden.

Aber zurück zum Thema Mücken. Die genannten Methoden bringen nur kleine Erfolge mit sich. Wenn so eine Mücke Blut will, will sie nun mal Blut. Das Einzige was da hilft, und ich bin sonst ein sehr tierliebender Mensch, ist eine gezielte Elimination der Blutsauger. Auch in dieser Kategorie der Moskitobekämpfung gibt es bereits einige Werkzeuge, wie zum Beispiel diese blauen Lampen mit dem, unter Strom stehenden, Draht außen rum. Die funktionieren ganz gut. Nur schlafen kann mancher bei dem blauen Licht wahrscheinlich auch nicht so gut.

Wir leben im Jahr 2012. Wir haben es geschafft ein Auto zum Mars zu fliegen und zu entschlüsseln, dass die Maya verhindern wollten, dass Mitt Romney Präsident wird. Mit unserem Wissen und den technischen Möglichkeiten muss es doch machbar sein, eine effiziente Mückentötungsmaschine zu bauen! Mit dem Umbringen anderer Lebewesen tun wir uns doch auch nicht so schwer!

Natürlich schaffen wir das! Und alles was wir dafür brauchen, ist in einem herkömmlichen Laptop zu finden. Mit Hilfe von Infrarot-Sensoren lassen sich Mücken sehr leicht lokalisieren. Und mit einem Blu-ray-Laser kann man sie abschießen. Mit ein bisschen Programmieraufwand schafft man es dann auch noch, dass die Selbstschussanlage nicht auf alles schießt, was sich bewegt, sondern nur weibliche Moskitos vom Himmel holt.





Wirklich beeindruckend.

Geschnatter

4 Kommentare, selbst mitschnattern << < Seite 1/1 > >>
Jan, am 23.10.2012 um 08:32 Uhr
Ist es nicht gefährlich so ein Ding in der Wohnung zu benutzen, mit so einem Laser kann man doch bestimmt auch was abfackeln?
Igor, am 27.10.2012 um 13:42 Uhr
Abfackeln wird schwierig, ein problem ist aber, dass so ein Laser ganz schnell mal ins Auge gehen kann (Wort wörtlich genommen)
Anonym, am 05.11.2012 um 18:17 Uhr
das MUSS ich haben! Dann hat die Stecherei endlich ein Ende.
natchstack, am 25.05.2016 um 20:14 Uhr
Ich warte nur noch auf den Rasenmäher und auf den Staubsauger mit Laser. In 10 Jahren laufen wir alle nur noch mit Schutzbrillen rum, weil jedes Gerät mit fehlfunktion uns die Augen grillen könnte. :D