QR Codes: einfach, kostenlos und ohne Anmeldung erstellen
erschienen in der Kategorie Software, am 12.08.2025
Wie in meinem gestrigen Artikel über die Entstehung der QR-Codes angeteasert, wollen wir heute mal einen Blick darauf werfen, was man (inzwischen) alles mit QR-Codes machen kann. Am Beispiel des t1p.de QR-Code-Generators möchte ich dabei vor allem aufzeigen, dass sich da im letzten Jahrzehnt sehr viel getan hat. Schnöde schwarz-weiße Quadratmuster zur einfachen Verlinkung von URLs sind zwar immer noch sehr verbreitet, aber wenn man will, geht da so viel mehr …
Zudem verfügen QR-Codes über Mechanismen zur Fehlerkorrektur, die es sogar erlauben, größere Teile der Grafik (zum Beispiel durch die Platzierung eines Logos) zu verdecken.
Hieraus entsteht viel künstlerische Freiheit. Doch leider bleibt dieses Gestaltungspotential so oft ungenutzt. Ich sehe quasi täglich Publikationen, in denen QR-Codes das Gesamtbild komplett zerstören. Je nach Komposition entsteht dabei ein optischer Störeffekt, der mit den Warnhinweisen auf Tabakprodukten vergleichbar ist.
Dies ist einmal ein Beispiel, wie ein QR-Code auch aussehen kann:
Für das Datenmuster wurden hier Kreise statt Quadrate verwendet. Statt Schwarz auf Weiß wird ein Farbverlauf genutzt und zudem habe ich noch das Schnatterente-Logo eingefügt. Im Vergleich zu einem klassischen QR-Code sieht das doch gleich viel freundlicher aus, oder?
Optisch kann man also eine ganze Menge machen. Beim hier verwendeten t1p.de QR-Code Generator hat man dabei folgende Optionen:
All das könnt ihr hier kostenlos und ohne jegliche Anmeldung oder Registrierung ausprobieren und nutzen. Nur für die Verwendung von dynamischen QR-Codes sowie für die Erstellung von SVG-Grafiken mit Logo braucht man aus Sicherheitsgründen eine Freigabe durch das Supportteam.
Auf den allermeisten Seiten muss man sich, spätestens bei der Nutzung von Zusatzfunktionen, registrieren und dabei umfangreichen Datenschutzerklärungen zustimmen. Oft gilt hier die altbekannte Aussage: "Wenn es nichts kostet, bist du das Produkt und bezahlst mit deinen Daten."
Zudem ist es so, dass viele QR-Code-Dienste, auch ohne dass der Nutzer das möchte oder es ausgewählt hat, Kurz-URLs erstellen und diese statt der eigentlichen Zieladressen in die QR-Codes einbetten. Wie oben beschrieben, hat das viele Vorteile. Aber gerade bei Angeboten im Ausland sollte man sich sehr bewusst sein, dass die Anbieter damit erfahren, wer welchen Link wann aufgerufen hat und diese Daten oft an Werbenetzwerke weitergeben oder selbst vermarkten. In Verbindung mit den Datenschutzerklärungen und Nutzungsbedingungen der Anbieter, ergeben sich dann (hierzulande) sehr schnell (oft auch unwissentlich) massive Datenschutzverstöße.
Einige Anbieter schalten die Kurz-URLs auch nach einigen Tagen, Wochen oder Monaten wieder ab, sodass die QR-Codes dann nicht mehr funktionieren bzw. man Geld dafür bezahlen soll, sie zu reaktivieren.
Aus diesen Gründen empfehle ich, auf deutsche Anbieter zurückzugreifen, die ihre Dienste insbesondere auch in Deutschland betreiben und auch keine Nutzerdaten weitergeben.
Morgen geht's hier übrigens weiter mit einem Artikel, in dem ich die Technik hinter den QR-Codes erkläre. Darin gebe ich dann auch noch ein paar Tipps, wie man bei der Erstellung mehrerer QR-Codes zu optisch einheitlichen Ergebnissen kommt.
Stay tuned!
Ästhetische QR-Codes
Das Schöne am technischen Konzept der QR-Codes ist, dass Form und Farbgebung gar keine so große Rolle spielen. QR-Codes müssen weder aus Quadraten bestehen, noch schwarz-weiß sein. Wichtig ist nur ein zum optischen Scannen ausreichender Kontrast.Zudem verfügen QR-Codes über Mechanismen zur Fehlerkorrektur, die es sogar erlauben, größere Teile der Grafik (zum Beispiel durch die Platzierung eines Logos) zu verdecken.
Hieraus entsteht viel künstlerische Freiheit. Doch leider bleibt dieses Gestaltungspotential so oft ungenutzt. Ich sehe quasi täglich Publikationen, in denen QR-Codes das Gesamtbild komplett zerstören. Je nach Komposition entsteht dabei ein optischer Störeffekt, der mit den Warnhinweisen auf Tabakprodukten vergleichbar ist.
Dies ist einmal ein Beispiel, wie ein QR-Code auch aussehen kann:

Optisch kann man also eine ganze Menge machen. Beim hier verwendeten t1p.de QR-Code Generator hat man dabei folgende Optionen:
- Formauswahl: quadratisch oder rund
- beliebige Farbauswahl für zweifarbige QR-Codes
- Verwendung von vordefinierten Farbverläufen
- Verwendung eigener Farbverläufe (bis zu 10 Farben und Winkel definierbar)
- Verwendung von transparentem Hintergrund (praktisch, wenn man den QR-Code auf mehrfarbigen Flächen, Farbverläufen oder Hintergrundbildern platzieren will)
- Erstellung von QR-Codes mit eigenem Logo (PNG und SVG)
- Nutzung von RGB- oder CMYK-Farben (in EPS und PDF)
- Ausgabe der QR-Code-Datei als PNG-Grafik in gewünschter Größe oder als Vektorgrafik im SVG-, EPS, oder PDF-Format
Dynamsiche QR-Codes, Visitenkarten, Kalendereinträge, WLAN-Konfiguration, …
Abseits der Optik ist aber auch spannend, was man inhaltlich alles mit QR-Codes anstellen kann. In freier Wildbahn trifft man ja fast immer nur auf QR-Codes, die auf Internetadressen verweisen. Dabei kann man inzwischen auch sehr viele andere aus dem Internet bekannte Technologien und Datenformate in QR-Codes einbetten. Bei einigen davon entsteht durch die Verwendung in QR-Codes erst ein richtig großer Mehrwert. Im t1p.de QR Code Generator werden neben der Erstellung von QR-Codes für Webadressen beispielsweise folgende Möglichkeiten geboten:-
Kurz-URLs / dynamische QR-Codes
Beim Einbetten von Kurz-URLs in QR-Codes gewinnt man mehrere Vorteile. Ein entscheidender ist, dass die URL-Länge kleiner wird und somit weniger Daten im QR-Code untergebracht werden müssen. In der Folge braucht der QR-Code dann meist weniger Platz, was gerade bei der Gestaltung von Flyern oder Printpublikationen nützlich ist.
Mit Kurz-URLs kann man die Datenmenge sogar gezielt steuern und somit dafür sorgen, dass alle in einer Veröffentlichung genutzten QR-Codes ein einheitliches Erscheinungsbild haben und es beispielsweise keine Unterschiede bei der Rahmengröße gibt. (Das erkläre ich in diesem Artikel noch einmal im Detail.)
Ein anderer Vorteil ist die Möglichkeit, sogenannte "dynamische QR-Codes" zu erstellen. Hierbei kann man den QR-Code (in den eine Kurz-URL eingebettet ist) irgendwo in Umlauf bringen und dann jederzeit die verlinkte Internetadresse ändern, ohne dass man den QR-Code noch einmal neu drucken oder austauschen muss. (Dies geschieht einfach dadurch, dass man die Zieladresse der Kurz-URL anpasst.)
Ein dritter Vorteil, der sich aus der Nutzung von Kurz-URLs in QR-Codes ergibt, ist, dass man nachvollziehen kann, wie oft diese von Nutzern aufgerufen wurden. Gerade in beruflichen Kontexten ist dies oft von Interesse. - Digitale Visitenkarten als QR-Code
Es gibt schon seit vielen Jahren ein Textdatei-Format für Visitenkarten, das als "vCard" bezeichnet wird. Entsprechende Dateien haben meist die Endung *.vcf. Diese Dateien kann man beispielsweise mit Smartphones importieren, um Personen zur eigenen Kontaktliste hinzuzufügen. Sie lassen sich aber auch hervorragend in QR-Codes einbetten. Diese kann man dann zum Beispiel auf seine echte (physische) Visitenkarte drucken, in Vortragsfolien verwenden usw. Ein schneller Scan des QR-Codes mit dem Smartphone reicht aus, schon hat man den Kontakt importiert. Mega praktisch.
Übrigens kann der t1p.de QR Code Generator die Dateien zusätzlich auch als VCF-Datei ausgeben, sodass man sowohl die Datei als auch den QR-Code hat. Die vorgenommenen Eingaben kann man außerdem als Vorlage speichern und später wieder laden. Das gibt einem die Möglichkeit, die digitale Visitenkarte jederzeit zu aktualisieren, ohne jedes Mal alles neu eintragen zu müssen. - Kalendereinträge
In gleicher Weise wie die digitalen Visitenkarten funktionieren die Kalendereinträge. Hierfür gibt es das iCalendar-Format, kurz iCal (*.ics Dateien). Das kennen viele von euch sicher aus E-Mail-Anhängen von Einladungen zu Videocalls.
Entsprechende Kalendereinträge lassen sich bei t1p.de sowohl als QR-Code als auch als ICS-Datei speichern.
Das ist super geeignet, um in Flyern für Veranstaltungen einen Weg zu schaffen, diese direkt in den Smartphonekalender zu importieren. Bei Vorträgen lassen sie sich gut einsetzen, um beispielsweise auf Folgeveranstaltungen zu verweisen. Was einmal im Kalender steht, wird meist nicht vergessen … - WLAN Konfiguration
Besonders praktisch sind QR-Codes für die WLAN-Konfiguration. Diese enthalten den Name des Netzwerkes (SSID) sowie das für die Verbindung benötigte Passwort. Jedem, dem man Zugang zum WLAN geben will, braucht man nur den QR-Code aushändigen. Ein kurzer Scan erspart die mühsame Suche nach dem richtigen Netzwerk und die Eingabe des (hoffentlich kryptischen, da sicheren) Passworts.
Einmal für das Gäste-WLAN ausdrucken, in die Mitte des Konferenztisches kleben, fertig. - E-Mail-Vorlagen
Kennt ihr mailto:-Links? Das sind Links, die nicht auf Internetseiten, sondern auf Mailadressen verweisen. Man kann in solche Links auch mehrere Empfänger und sogar E-Mail-Inhalte wie den Betreff und eine Textvorlage einbetten. T1p.de hat dafür ein passendes Formular vorbereitet. Am Ende erhält man einen QR-Code, der auf die eigene Mailadresse verweist und ggf. schon die zum Kontext passenden Mailinhalte mitbringt. Beispielsweise erleichtert ein vorbereiteter Betreff "Rückfrage zum Vortrag über QR-Codes" später die E-Mail-Sortierung im Mail-Client. - Ortsangaben
Sind hier Geo-Cacher unterwegs? Ja – man kann auch in QR-Codes Geokoordinaten verstecken. -
Telefonnummern
Auch Telefonnummern lassen sich in QR-Codes einbetten. Es wird selten genutzt, aber insbesondere bei langen Rufnummern erleichtert es die Eingabe und vermeidet Tippfehler. - Freitext
Es erscheint logisch und nützlich, aber kaum jemand setzt dieses Feature ein: Natürlich kann man in QR-Codes auch beliebige, eigene Texte unterbringen. In meinem QR-Code oben steht beispielsweise "Liebe Grüße von der Schnatterente!"
All das könnt ihr hier kostenlos und ohne jegliche Anmeldung oder Registrierung ausprobieren und nutzen. Nur für die Verwendung von dynamischen QR-Codes sowie für die Erstellung von SVG-Grafiken mit Logo braucht man aus Sicherheitsgründen eine Freigabe durch das Supportteam.
Datenschutz und IT-Sicherheit bei der QR-Code-Erstellung
Zum Schluss möchte ich noch ein paar Sätze zum Themenbereich Datenschutz und IT-Sicherheit loswerden. Es ist so, dass die allermeisten QR-Code- und auch Kurz-URL-Dienste im Ausland betrieben werden und meist nicht den Regelungen der DSGVO unterliegen. Viele dieser Angebote sind mit unseren datenschutzrechtlichen Regelungen nicht vereinbar. Selbst bei den europäischen Angeboten ist es vielfach so, dass zwar eine DSGVO-Konformität behauptet wird, diese aber bei näherer Betrachtung nicht vorhanden ist.Auf den allermeisten Seiten muss man sich, spätestens bei der Nutzung von Zusatzfunktionen, registrieren und dabei umfangreichen Datenschutzerklärungen zustimmen. Oft gilt hier die altbekannte Aussage: "Wenn es nichts kostet, bist du das Produkt und bezahlst mit deinen Daten."
Zudem ist es so, dass viele QR-Code-Dienste, auch ohne dass der Nutzer das möchte oder es ausgewählt hat, Kurz-URLs erstellen und diese statt der eigentlichen Zieladressen in die QR-Codes einbetten. Wie oben beschrieben, hat das viele Vorteile. Aber gerade bei Angeboten im Ausland sollte man sich sehr bewusst sein, dass die Anbieter damit erfahren, wer welchen Link wann aufgerufen hat und diese Daten oft an Werbenetzwerke weitergeben oder selbst vermarkten. In Verbindung mit den Datenschutzerklärungen und Nutzungsbedingungen der Anbieter, ergeben sich dann (hierzulande) sehr schnell (oft auch unwissentlich) massive Datenschutzverstöße.
Einige Anbieter schalten die Kurz-URLs auch nach einigen Tagen, Wochen oder Monaten wieder ab, sodass die QR-Codes dann nicht mehr funktionieren bzw. man Geld dafür bezahlen soll, sie zu reaktivieren.
Aus diesen Gründen empfehle ich, auf deutsche Anbieter zurückzugreifen, die ihre Dienste insbesondere auch in Deutschland betreiben und auch keine Nutzerdaten weitergeben.
Morgen geht es weiter mit der Technik hinter den QR-Codes
So, nun hoffe ich mal darauf, dass dieser Artikel dazu beiträgt, dass zukünftig mehr ästhetisch wertvolle QR-Codes in Umlauf gebracht werden. :-)Morgen geht's hier übrigens weiter mit einem Artikel, in dem ich die Technik hinter den QR-Codes erkläre. Darin gebe ich dann auch noch ein paar Tipps, wie man bei der Erstellung mehrerer QR-Codes zu optisch einheitlichen Ergebnissen kommt.
Stay tuned!
Geschnatter
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