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QR Codes: Entstehung

erschienen in der Kategorie Webdesign, am 11.08.2025
Schnatterente
Mit dem Aufkommen und der Verbreitung von Smartphones erlebten auch QR-Codes ihren großen Durchbruch. Inzwischen findet man die kleinen quadratischen Grafiken quasi überall: auf Produkten, in Präsentationen, auf Flyern, in der Werbung, auf Fahrplänen, Tickets und T-Shirts, in Produktionsprozessen oder sogar als technische Lösung für die TAN-Verwaltung beim Online-Banking.

In den nächsten Tagen wollen wir uns einmal anschauen, wie QR-Code entstanden sind, wie sie funktionieren und was man inzwischen alles mit ihnen anstellen kann.
Zeit für ein Zebra-Upgrade.
Nach und nach verdrängen die zweidimensional Datenmuster die klassischen (eindimensionalen) Strichcodes – und das zurecht, denn QR-Codes können, vor allem auch durch die Verknüpfung mit anderen Technologien, so viel mehr.

Bevor wir in die funktionalen Details springen, wollen wir uns aber erst einmal anschauen, wie sie eigentlich entstanden sind.

Die Inspiration zum QR-Code: ein Brettspiel und eine Zugfahrt

Viele Menschen würden intuitiv wahrscheinlich denken, QR-Codes gäbe es erst seit es Smartphones gibt, da sie diese zuvor nie gesehen oder aktiv wahrgenommen haben. Tatsächlich gibt es sie aber schon seit über 30 Jahren. Entstanden sind die QR-Codes in der japanischen Automobilindustrie – nämlich im Umfeld von Toyota.

Toyota Motor gründete 1949 das Unternehmen Denso (Nippondenso Co. Ltd.), das es mit elektronischen Baugruppen für den Fahrzeugbau beliefert. Zur Optimierung der Logistik wollte man Anfang der 1990er Jahre ein zweidimensionales Markierungssystem für die Bauteile entwickeln. Diese Aufgabe übernahmen Masahiro Hara, Takayuki Nagaya, Motoaki Watabe, Tadao Nojiri und Yuji Uchiyama beim Tochterunternehmen Denso Wave. Die Entwicklung startete bereits 1992. Im Jahr 1994 wurde der QR-Code zum Patent angemeldet. Trotz der Anmeldung erlaubten die Patentinhaber aber immer eine freie Nutzung der Technologie, was sicherlich stark zur heutigen Verbreitung beigetragen hat.

Spannend an dieser Geschichte ist, wovon sich Masahiro Hara inspirieren lassen hat: Die Grundidee für die Datenspeicherung in einem zweifarbigen Binärcode kam ihm beim Spielen des Brettspiels Go. Bei einem Blick auf das Spielfeld werden einem die Ähnlichkeiten zum QR-Code sofort klar:
Brettspiel: Go
Später beschäftigte er sich mit der Frage, wie man es hinbekommen könnte, dass man den QR-Code von jeder Richtung aus einlesen kann. Die entscheidende Lösung kam ihm laut eigener Aussage während er im Zug saß und aus dem Fenster schaute. Er sah unzählige gleichartige Häuserfassaden an sich vorbeiziehen. Dann geriet plötzlich ein Haus in sein Blickfeld, bei dem die obere Fensterreihe anders angeordnet war und sich dadurch stark vom Rest des sonstigen Fenstermusters abhob. Dies brachte ihn zur entscheidenden Idee, dem QR-Code an (nur) drei von vier Ecken ein großes "Finder"-Quadrat zu geben. Durch diese Asymmetrie lässt sicher immer leicht erkennen, wie ein QR-Code gerade ausgerichtet ist.

Ich finde, diese Geschichte zeigt doch sehr schön, wie wichtig es ist, in Kreativ- und Entwicklungsprozessen mit offenen Augen durch die Welt zu gehen.

Als Nächstes schauen wir uns am Beispiel von t1p.de an, was man (34 Jahre später) inzwischen alles mit QR-Codes machen kann.

Geschnatter

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